Autoimmunprotokoll / Ernährung

AIP: Muss ich jetzt für immer so essen?

Eine junge Frau steht bei einem Fenster, isst einen Apfel und denkt über AIP nach.

Wir haben schon über den Sand im Getriebe bei der mittlerweile auch im deutschen Sprachraum sehr populären antientzündlichen Eliminationsdiät AIP gesprochen. Reinigen wir das Getriebe also, in dem wir noch ein paar Fragen klären, die sich so viele stellen und die mir selbst auch begegnet sind.

„Was soll ich denn da noch kochen?“

Ganz einfach. Ein Stück Bio-Fleisch, Wildfangfisch/Meeresfrüchte als Proteinquelle, Gemüse (ohne Nachtschatten), und eine Kohlehydratquelle wie Süßkartoffel dazu. Macht es nicht komplizierter, als es ist. Wenn ich eines bald nach meinem Beginn mit AIP gelernt habe, dann, mich nicht an fancy US-Blogerinnen zu orientieren, die a) aussehen wie Models und b) offenbar Zeit haben, stundenlang am Herd stehen, um Chichi-Essen zu fabrizieren, und c) Fatigue nur vom Hören-Sagen kennen. Ich habe oft dasselbe in den Backofen geschmissen. Bio-Huhn, Gemüse und Süßkartoffel. Dauert nur ‪25‬ Minuten(!), macht satt und schmeckt.

Biohuhn und Saison-Gemüse aus dem Ofen: Geht schnell, geht immer und ist familientauglich!

Geht lieber spazieren, um aufzutanken, als ewig zu kochen. Holt Euch Inspiration, zb. bei Anke Komorowski. Bei Franziska Mickley. Oder hier bei mir. Werbung Ende. Kochbücher? Gibt es. Aber eigentlich wurden alle aus dem US-Raum übersetzt. Dort wird kulturell bedingt anders gekocht. Und es gibt Zutaten, die hier nicht gebräuchlich sind, wie etwa Palm Shortening oder aber Coconut Aminos. Alles kann man ersetzen? Eh klar. Aber da kommt wieder mein Lieblings-Stichwort ins Spiel: kompliziert. Macht Euch dennoch ein eigenes Bild. Von den Kochbüchern liegt mir „Healing Kitchen“ noch am ehesten. Bei den Bloggern klickt Euch bei Mickey Trescott rein und bei Autoimmune Wellness. Das ist die Seite, die sie mit Angie Alt gemeinsam betreibt. Zusammen haben sie das Autoimmune Wellness Handbook geschrieben, das es mittlerweile auch in einer deutschen Übersetzung gibt. Wer noch am Beginn steht, wird davon profitieren. Ich mag ihre grüne Frühstückssuppe. Aber Achtung: viele Zutaten 😊.

„Muss ich jetzt für immer so essen?“

Nein, bitte nicht. Es gibt US-Bloggerinnen, die sich ewig nach dem AIP ernähren. Das geht, und wer es gut macht, dem drohen auch keine eklatanten Mängel. Ich persönlich glaube aber, drei Monate reichen. Dann darf man beginnen, wieder Lebensmittel einführen. Wie das geht, bitte wieder bei Madame Ballentyne nachschlagen. Wie meine ich das? AIP ist und bleibt eine restriktive Ernährungsform, wenn auch mit heilender Komponente. Man kann sehr leicht in eine Essstörung kippen, wenn man sich dauerhaft restriktiv ernährt. Und warum sollte man denn bitte auf wertvolle Lebensmittel verzichten, wenn man sie vielleicht wieder verträgt. Ich kenne die Angst, dass es einem wieder schlechter geht. Aber ich kenne auch die Erfolge! Seid mutig!

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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

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