Wir haben schon über die Details und häufige Probleme bei der mittlerweile auch im deutschen Sprachraum sehr populären antientzündlichen Eliminationsdiät AIP gesprochen. Bleiben nur noch zwei Fragen zum AIP zu klären, die sich viele stellen und die mir auch begegnet sind.
Ich dachte ja, wir hätten das AIP schon detailreich abgehandelt. Aber ich habe mich getäuscht. Weil mich nämlich immer noch Fragen erreichen. Den zwei wichtigsten Fragen zum AIP widmen wir deshalb an dieser Stelle eigenen Raum. Nicht weil sie überlebensnotwendig sind, nein, weil sie das Durchziehen dieser Eliminationsdiät so viel leichter machen.
Die zwei wichtigsten Fragen zum AIP
Frage Nr.1: „Was soll ich denn im AIP noch kochen?“
Zur Nummer einer der wichtigsten Fragen zum AIP gibt es eine simple Antwort: Ein Stück Bio-Fleisch oder Fisch aus Wildfang bzw. Meeresfrüchte als Proteinquelle, dazu Gemüse (ohne Nachtschatten) und eine Kohlehydratquelle wie Süßkartoffeln. Mach es nicht komplizierter, als es ist.
Wenn ich eines bald nach meinem Beginn mit AIP gelernt habe, dann, mich nicht an fancy US-Blogerinnen zu orientieren, die a) aussehen wie Models, b) offenbar Zeit haben, stundenlang am Herd stehen, um Chichi-Essen zu fabrizieren, und die c) Fatigue nur vom Hören-Sagen kennen.
aLEXANDRA bINDER
Mein liebstes AIP-Essen war: Bio-Huhn, Gemüse und Süßkartoffeln. Das hatte gleich mehrere Vorteile: Die Zubereitung dauerte nur 25 Minuten. Und dieses Essen macht satt und schmeckt.

Ich sage es mal provokant. Geh lieber spazieren, um aufzutanken, als ewig zu kochen. Hol dir Inspiration, zb. bei Anke Komorowski, Franziska Mickley oder mir. Werbung Ende. Kochbücher? Gibt es. Aber eigentlich wurden alle aus dem US-Raum übersetzt. Dort wird kulturell bedingt anders gekocht. Amerikanerinnen hauen sich auch in der Früh schon Mengen an Fleisch rein. Und es gibt Zutaten, die hier nicht gebräuchlich sind, wie etwa Palm Shortening. Immerhin gibt es mittlerweise bereits Coconut Aminos. Wobei es letztere online schon zu kaufen gibt. Alles kann man ersetzen? Eh klar. Aber da kommt wieder mein Lieblings-Stichwort ins Spiel: Es wird kompliziert. Macht Euch dennoch ein eigenes Bild. Von den Kochbüchern liegt mir „Healing Kitchen“ noch am ehesten. Ich habe bereits eine Buchbesprechung der deutschen Ausgabe „Heilende Küche“ gemacht.
Frage Nr. 2: „Muss ich jetzt für immer so essen wie im AIP?“
Nein, das musst du nicht. Es gibt zwar US-Bloggerinnen, die sich schon ewig nach dem AIP ernähren. Das geht, und wer es gut macht, dem drohen auch keine eklatanten Mängel. Konzipiert ist es aber für drei Monate. Dann darfst du beginnen, wieder Lebensmittel einführen. Wie das geht, schlage bitte wieder bei Madame Ballentyne nach. Wie meine ich das? Das AIP ist und bleibt eine restriktive Ernährungsform, wenn auch mit heilender Komponente. Ich will hier bestimmt keine Angst schüren: aber wer sich dauerhaft restiktiv ernährt, der kann sehr leicht in eine Essstörung kippen. Und warum sollte man denn bitte auf wertvolle Lebensmittel verzichten, wenn man sie vielleicht wieder verträgt. Ich kenne die Angst, dass es einem wieder schlechter geht. Aber ich kenne auch die Erfolge! Sei mutig!
Bonusfrage zum AIP: Gibt es interessante Blogs?
Was die Blogger betrifft, so klick dich bei Mickey Trescott rein, und bei Autoimmune Wellness. Letzteres ist die Seite, die sie mit Angie Alt gemeinsam betreibt. Zusammen haben sie das Autoimmune Wellness Handbook geschrieben, das es mittlerweile auch in einer deutschen Übersetzung gibt. Wenn du noch am Beginn stehst, kannst du davon profitieren. Ich mag ihre grüne Frühstückssuppe. Aber Achtung, hier kommt wieder meine bekannte Kritik: viele Zutaten, und es wird kompliziert.
Und wenn jetzt noch immer nicht alle Fragen zum AIP geklärt sind, die gute Nachricht: Es gibt weitere Artikel dazu hier. Zum Beispiel über Knochenbrühe, die AIP-Basics, Probleme im AIP oder das den Innereien. Noch immer was offen? Dann schreib die Frage aller Fragen in die Kommentare oder per Mail. Ich beantworte sie gerne!

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