Wenn der kleine Hunger kommt, hättest du gern so etwas wie Brot? Auch wenn du grade in einer Eliminationsdiät bist? Greif zu diesem AIP-Pitabrot aus Kochbananen. Es schmeckt und sätttigt gleichermaßen.
Brot spielt keine große Rolle im AIP. Sollte es ja generell nicht in der Ernährung. Nein, auch nicht glutenfreie Varianten. Die gute Nachricht ist aber: Dann und wann ist es ok. Und besser, du isst einen AIP-kompatiblen Fladen, als du brichst aus, und isst dich nicht nur quer durch den Gemüsegarten. You know, what I mean. AIP-Brötchen oder AIP-Pitabrot zu machen, ist allerdings richtig knifflig. Denn ohne Ei und ohne große Bindungsmittel, wie Flohsamenschalen, wird’s eng auf dem Brotback-Planeten. Deshalb war ich auch sehr happy über diese Kochbananen-Pitas.
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Ein AIP-Pitabrot aus nur vier Zutaten
Manche Rezepte können simple sein. Man zerdenkt sehr oft viel zu viel. Wie kann ich Gluten im AIP bei etwas wie Brot ersetzen? An dieser Frage bin ich ewig hängen geblieben. Bis ich es schließlich einfach gelassen habe, und es trotzdem funktioniert hat. Und zwar mit Kochbananen. Kochbananen sind eine sehr sehr gute Kohlehydratquelle im AIP und ganz generell. Denn, nicht vergessen: Das AIP ist keineswegs als Low-Carb-Ernährung konzipiert. So oft höre ich: „Ich werde nicht satt im AIP“, oder: „Ich habe dauernd Kopfschmerzen.“ Der Grund liegt häufig in der zu geringen Kohlehydrataufnahme. Ich habe das Kohlehydratthema im AIP schon ausführlich besprochen.

Dieses Rezept braucht eine große Kochbanane.
Auch der sensible Darm mag Kochbananen
Eine super Alternative können Kochbananen auch für Menschen mit sensiblem Magen oder gereiztem Darm sein. Die circa 25 Prozent Stärke darin ist nahrhaft, ohne die Verdauungsorgane zu belasten. Ich habe wirklich nie, niemals auf Kochbananen reagiert. Sie zu beschaffen, ist mittlerweile nicht mehr schwierig. Selbst in manchen Biosupermärkten gibt es sie mittlerweile. In Asia-Shops kriegt man sie sowieso. Bitte wasch dir nach dem Schälen aber die Hände – auf der Schale sitzen die Pestizide. Wer noch sicherer gehen möchte legt die geschälte Kochbanane 20 Minuten in Wasser mit einem TL Natron ein. Für dieses Rezept brauchst du große Kochbananen. Es funktioniert übrigens auch mit der gelben Variante. Da wird es dann aber definitiv süßer. Das beste Ergebnis erbringt eine mittelreife Kochbanane. Bis zu diesem Stadium sind sie auch histaminarm.





Kochbananen punkten mit Vitamin A
In Kochbananen steckt viel Vitamin A: Fast 10 Prozent des täglich benötigten Vitamin A (hier als Beta-Carotin) stecken in nur 100 Gramm. Was tut Vitamin A? Es fördert die Bildung der Hautzellen und unterstützt ihren Regenerationsprozess. Am Ende des Tages steht schönere Haut. Außerdem steckt auch noch gut 10 Prozent des Tagesbedarfs an Magnesium in 100 Gramm. Und das Verhältnis von Stärke zu Zucker fällt ausgesprochen günstig aus – wohlgemerkt sprechen wir immer von der grünen Variante. Und die gibt es übrigens auch als Kochbananenmehl. Aus dem sind meine AIP-Brötchen, die Du unbedingt auch versuchen solltest. Doch jetzt endlich zum Rezept:
AIP-Pitabrot
Zutaten
- 1 große Kochbanane mittleres Reifestadium (zwischen Grün und Gelb).
- 1 Cup Tapioka
- 1 Schuss Kokosmilch
- etwas Meersalz
Anleitungen
- Den Backofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze anheizen.
- Die Kochbanane schälen und in Stücke schneiden. Zusammen mit Tapioka und einem Schuss Kokosmilch sehr dickflüssig im Standmixer pürieren.
- Runde Fladen auf ein Backpapier gießen und 15 Min. auf der mittleren Schiene backen. Rausnehmen und 10 Min. abkühlen lassen.
Notizen
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13 Comments
Katharina
17. Juni 2023 at 17:01Liebe Alexandra,
kann man die Kochbanane durch Kochbananenmehl ersetzen? WIe viel bräuchte man etwa?
Grüße, Katharina
Alexandra Binder
18. Juni 2023 at 16:41Liebe Katharina, diese Pitas lassen sich mit Kochbananenmehl leider nicht ersetzen. Wenn AIP Brötchen für dich eine Option sind, dann gibt es diese hier. Da kannst du die Kochbananen durch Kochbananenmehl ersetzen.
Kirsten
19. November 2023 at 22:49Liebe Alexandra,
sind ein Cup Stärke = 100 Gramm ?
Vielen Dank für Deine kurze Antwort.
VG Kirsten
Alexandra Binder
20. November 2023 at 8:50Liebe Kirsten, da gibt es leider gänzlich unterschiedliche Angaben. Am ehesten dürfte folgende hinkommen: 1 cup Speisestärke in Gramm (cornstarch) = 130 Gramm.
Ich empfehle aber wirklich immer, sich Cupformen zuzulegen. Die kosten gerade mal ein paar Euro, und damit funktioniert es einfach viel besser!
Alles Liebe Alexandra
berta
26. Juni 2024 at 13:03Hallo, eine Frage: Wenn du „Tapioka“ schreibst, meist du Tapiokastärke? So auch bei dem Hirsebrot Rezept hier:
https://www.autoimmun-lifestyle.com/glutenfreies-hirsebrot-mit-hefe/
Das irritiert mich etwas. Ich kenne Tapioka, Tapiokamehl und Tapiokastärke, für mich drei Unterschiedliche Tapiokazustände/Produkte. Bei der Mengeneinheit „cup“ macht Tapioka ja nicht wirklich Sinn, aber auf die Buchstaben …mehl bzw …stärke zu verzichten macht auch keinen für mich erkennbaren Sinn, deshalb stutze ich hier.
LG, Berta
Alexandra Binder
26. Juni 2024 at 13:42Liebe Berta! Tapioka ist immer die Stärke der Maniokwurzel. Tapiokamehl gibt es nicht, oder es ist ebenfalls ein Ausdruck für Tapiokastärke. Was es noch gibt, sind Tapiokaperlen, bekannt etwa von Bubbleteas. Mehl kann Tapioka nicht sein, denn es ist ja Stärke. Das zugehörige Mehl ist Maniokmehl. Dann gibt es noch grobes Maniokmehl, oft als Maniokgries bezeichnet. Ich hoffe, ich konnte das aufklären. LG Alexandra
Heiko
16. Dezember 2024 at 17:40Bei mir hat es gar nicht geklappt. Soll es so aussehen wie auf dem Bild(Pita) oder eher wie ein Flatbread?
Alexandra Binder
20. Dezember 2024 at 7:47Hallo Heiko, das kommt ganz darauf an, wie dick dein Teig ist. Auch welche Kochbananen du verwendest, nehmen Einfluss. Wo genau lag das Problem denn? Und wie haben sie geschmeckt? LG Alexandra
Anika
29. März 2025 at 12:00Liebe Alexandra,
ich habe das Rezept heute ausprobiert.
Bei mir ergab es erst mal nur Krümel.
Musste fasst die ganze Dose Kokosmilch verwenden und nicht nur einen Schuss, damit ein Teig entsteht.
Konnte mir dann kleine Brötchen formen. Allerdings waren diese innen noch roh. Habe sie dann für 30 Minuten gebacken, was besser war.
Hast du einen Tipp, was ich verbessern kann?
Vielen Dank für deine vielen Rezepte. Sie helfen mir sehr während des AIP
Viele Grüße
Anika
Alexandra Binder
29. März 2025 at 14:08Hallo Anika, nein das sollte so nicht sein. Ich werde ein paar Bilder in das Rezept reinladen. Dazu gibt es mehrere Fragen. Welchen Mixer hast Du? Du musst es cremig mixen, vielleicht dauert das etwas länger, lieber auf kleiner Stufe. Brötchen ergibt das nicht, es ist ein dickflüssiger Teig, der ausgegossen wird. Schreib mir gern eine Mail, hier kann ich keine Bilder posten. Alles Liebe Alexandra
Anika
7. April 2025 at 21:07Heute noch einmal mit all deinen Tipps ausprobiert. Und sie sind Mega lecker geworden. Die letzten beiden haben wir einfach ohne Belag gegessen.
Ich habe trotzdem ein bisschen mehr Kokosmilch genommen, da meine Bananen nicht so saftig sind, wie deine auf den Bildern.
Definitiv eines meiner Highlights im AIP und auch für die Zukunft ein toller Ersatz für Naan. Danke noch einmal!
Stefanie
6. Juni 2025 at 12:36Vielen Dank für das Rezept, ich habe nun schon die 3. Charge gebacken 🙂
Da mich der überall vorhandene Kokosgeschmack nervt, habe ich stattdessen etwas Wasser und Olivenöl genommen,
Klappt auch sehr gut!
Alexandra Binder
7. Juni 2025 at 10:14Hallo Stefanie! Cool, danke für deine Adaption für alle, die Kokos nicht mögen!