Ernährung / Lektinfrei Essen

Hirsemehl

Hirsemehl
Glutenfreie Mehle kennst Du? Was ist mit Mehl aus der lektinfreien Hirse? Es ist zu unrecht noch nicht allzu bekannt. Erweitern wir also den Mehlhorizont.

Zu Mehl gemahlen ist Hirse durch ihre weiche, stärkehaltige Konsistenz ideal zum glutenfreien Backen. Hirsemehl ist reich an Proteinen, Ballaststoffen und den Mineralien Eisen, Phosphor, Mangan, Magnesium und Kupfer. Manch Bäcker fügt es Backwaren nur deshalb hinzu, um die Nährstoffdichte zuerhöhen. Gern spricht man von „natürlichem Protein.“

Geschmacksnote: butterig, nussig, grasig, leicht bitter

Haptik: Fein, pudrig, leicht klumpig

Wie wird Hirsemehl verwendet?

Sagen wir es, wie es ist: Hirse allein kann etwas bitter schmecken. Darum tritt sie gern im Mix mit anderen Mehlen auf. Gut harmoniert Hirsemehl mit glutenfreiem Hafermehl, süßem Reismehl oder Tapiokastärke. Zusammen ergibt das quasi eine mehlige Allzweckwaffe. Die Hirse sorgt dabei für eine schöne Kruste bei Kuchen und Keksen. Alleine verwendet wird Keks und Co. allerdings zu krümelig oder zerfällt gleich. Von daher heißt es auch etwas experimentieren damit. Gut passt es zu Desserts und süßen Broten, den erwähnten Kuchen, Kekse und Muffins – nicht zuletzt deshalb, weil der Geschmack des Getreides natürlich süß ist. Verwendest Du es, kannst Du den verwendeten Zucker etwas reduzieren. Was lässt sich noch damit anfangen? Herzhafte Aromen lassen sich ausgleichen. Den Hackbraten macht es voluminöser. Und es eignet sich als gut als Paniermehl für gebratenen Fisch oder Hendl (Hühnchen).

Und womit kombiniere ich es?

Beim Backen kannst Du bis zu 25 Prozent des Mehls in einem Rezept mit Hirsemehl ersetzen. Empfehlenswert ist es zudem, das Hirsemehl mit glutenfreien Stärken zu kombinieren. Auf zwei Cups Hirsemehl kannst Du 1/2 Cup Tapioka, 1/2 Cup Kartoffelstärke und etwas Xanthan nehmen. Aber tatsächlich gibt es auch Rezepte, in denen Hirsemehl die einzige Komponente ist. Etwa dieses Toastbrot. Das Hirsemehl, das ich aktuell verwende, stammt von Foodwunder. (unbezahlte Werbung). Es ist nicht nur sehr fein, sondern auch kaum bitter. Und was solltest Du gleich als Erstes damit backen? Natürlich diesen Apfelkuchen!

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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

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