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Glutenfreie Apfelknödel mit Honig-Zimt-Butter

Glutenfreie Apfelknödel mit Honig-Zimt-Butter, angerichtet auf weißem Teller mit essbaren Blüten und Nüssen.

Ich bin wieder am Start. Mit einem Frühlingsrezept, das nach Kindheit schmeckt: glutenfreie Apfelknödel. So simple, aber mit unendlich Potenzial. Reichst du dazu Honig-Zimt-Butter, kommt das dem Himmel sehr nahe.

Glutenfreie Apfelknödel. Für mich ist das eine Kindheitserinnerung, aber auch der Beweis, dass die einfachen Rezepte unserer Groß- und Urgroßmütter großes Potenzial haben. Und, dass sie sehr verträglich sein können, bzw. man sie gut auf unterschiedliche Bedürfnisse adaptieren kann. Aber lass uns in medias res gehen und schauen, was drin steckt in diesem Rezept, außer dem Kindheitsgeschmack. Wobei der nicht zu unterschätzen ist in seiner Heilwirkung auf Körper und Geist. Du weißt schon: “Memories are made of this”, frei nach Dean Martin.

Warum glutenfreie Apfelknödel dank Quercetin mastzellfreundlich sind

Eine gute Eigenschaft von Äpfeln ist: Sie enthalten das Flavonoid Quercetin, das die Histaminproduktion- und freisetzung in Mastzellen hemmt. Demnach sind glutenfreie Apfelknödel nie falsch. Allerdings spielt auch der Geschmack des Apfels eine Rolle. Wir wollen keine Äpfel, die nach nichts schmecken, wie etwa die Sorte Gala. Denn die können eine Apfelallergie auslösen. Ja, das gibt es. Der Apfel, den wir für glutenfreie Apfelknödel verwenden, sollte nicht zu saftig sein. Boskop eignet sich, aber auch die Sorte Braeburn.

Die richtige Vorbereitung des Teigs im Kühlschrank

Du schneidest die Äpfel erst ganz klein, gibst dann Maniokmehl, Hirsegrieß, Ei, Butter und Salz dazu. Danach kommt das Ganze erst mal in den Kühlschrank und darf sich miteinander bekannt machen. Nach einer halben Stunde kannst du kleine Knödel formen, und kochen.

Eine aromatische Abrundung der Knödel durch Honig Zimt Butter

Für die Honigbutter schmilzt du Butter – am besten Ziegenbutter wegen des verträglichen A2-Caseins, oder Ghee, mit Honig, und gibst Ceylon Zimt dazu. Den duftenden Mix servierst du entweder flüssig, oder lässt ihn kalt werden. Dann kannst du ihn flaumig aufschlagen, in einen Dressiersack geben, und wie am Bild dressieren. Das wars schon. So simpel, so großartig. Nutze bitte nur deklariert österreichischen/deutschen Biohonig. Aus Wertschätzung gegenüber der Natur, den Bienen und den Imkern. Meide Biohonig mit Herkunft aus EU und nicht EU-Ländern. Ich verwende Biohonig der Waldviertler Bioimkerei Stögerer. Dort habe ich mich persönlich überzeugt von der Qualität, und der Kilo-Preis ist sehr fair (unbezahlte Werbung).

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Darum solltest du immer den verträglicheren Ceylon Zimt nutzen

Das in Zimt enthaltene Cumarin, ein sekundärer Pflanzenstoff, ist für den menschlichen Körper nicht gut verträglich. Im Cassia Zimt findet sich wesentlich mehr davon als im etwas teureren Ceylon-Zimt. Zimt gilt in der Volksheilkunde übrigens als desinfizierend, erkältungshemmend, stimmungsaufhellend und beruhigend. Und: er hat eine positive Wirkung auf den Blutzucker und den Darm. Nicht nur deshalb wird er auch im Ayurveda gern und viel eingesetzt.

Die Dekoration der warmen Knödel mit essbaren Wildblüten

Zu guter Letzt: Jetzt im Frühling ist die Zeit, deine Rezepte mit Wildblumen aufzupeppen. Gänseblümchen kennt z.B. wirklich jeder, und sie machen sich perfekt in diesem Gericht. Bei anderen Wildblumen achte bitte auf die Oxalsäure.

Glutenfreie Apfelknödel mit Honig-Zimt-Butter

Diese Apfelknödel schmecken nach Kindheit und sind dabei glutenfrei, histaminarm und einfach zuzubereiten: Eine Kombination aus Äpfeln mit Quercetin und aromatischer Honig-Zimt-Butter.
Vorbereitungszeit40 Minuten
Zubereitungszeit10 Minuten
50 Minuten
Gericht: Dessert
Küche: Österreich
Keyword: glutenfrei, histaminarm, lektinfrei, vegetarisch
Servings: 4 portionen
Calories: 290kcal
Author: Mag. Andrea Knura

Zutaten

Apfelknödel

  • 2 Stück nicht zu saftige Äpfel (Boskop, Braeburn)
  • etwas Verjus
  • 1 EL zerlassene Butter (am besten Ziegenbutter wg. des verträglichen A2-Casein) oder Ghee.
  • 1 Ei oder 4-5 Wachteleier
  • 4-5 EL Maniokmehl
  • 1 EL Tapioka
  • 1 EL Hirsegries
  • etwas Salz

Zimt-Honig Butter

  • 2 EL Butter
  • 2 EL Honig
  • Zimt nach Gusto

Anleitungen

  • Mittelgroße Äpfel in kleine Würfel schneiden, mit etwas Verjus beträufeln und mit der zerlassenen Butter übergießen. (Bei Unverträglichkeit Ghee verwenden).
  • Ei, Maniok-Mehl und Hirse-Grieß unterziehen, leicht salzen. 30 Minuten im Kühlschrank quellen lassen.
  • Sollte der Teig zu weich sein, etwas mehr Maniokmehl oder Hirsegries dazu geben.
  • Mit feuchten Händen acht kleine Knödel formen und in leicht siedendem Salzwasser ca. 8 Minuten köcheln.
  • Butter (Ghee) mit Honig vorsichtig zerlassen, Zimt beigeben.
  • Gekochte Knödel mit Honigbutter überziehen. Auf etwas Apfelmus mit Gänseblümchen anrichten.

Notizen

  • Optional: Die Honig-Zimt-Butter kann auch kalt aufgeschlagen und mit einem Spritzsack serviert werden – so wie am Bild.
  • Tipps: Achte beim Honig auf inländische Bio-Qualität. Ceylon-Zimt enthält deutlich weniger Cumarin als Cassia-Zimt und ist besser verträglich.
  • Bei Bedarf, wenn der Teig zu weich ist, bitte mehr Maniokmehl verwenden.

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Mag. Andrea Knura About Author

Mag. Andrea Knura ist Ernährungswissenschaftlerin, Journalistin, Berufsfotografin und Buchautorin. Sie studierte Ernährungswissenschaften und Italienisch an der Universität Wien und verbindet ihre wissenschaftliche Ausbildung mit langjähriger journalistischer und kulinarischer Arbeit. Zu ihren Schwerpunkten gehören Ernährung, Bio-Lebensmittel, regionale Lebensmittel und nachhaltige Ernährung. Für Autoimmun Lifestyle entwickelt sie Rezepte und Ernährungskonzepte für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen, darunter glutenfreie, histaminarme und mastzellfreundliche Rezepte sowie Rezepte bei verschiedenen Lebensmittelunverträglichkeiten. Dabei verbindet sie ernährungswissenschaftliches Wissen mit praktischer Erfahrung und dem Anspruch, auch bei Einschränkungen genussvoll und alltagstauglich zu kochen. Als Herausgeberin des Genuss Guide Austria beschäftigt sie sich zudem intensiv mit der Qualität, Herkunft und Verarbeitung von Lebensmitteln.

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