Ernährung

Eier haben & Eier vertragen

Eier haben und Eier vertragen sind zweierlei. Letzteres endet bei mir immer im Desaster. Die Welt erinnert sich gern an mein Heulkonzert nach einer harten AIP-Phase als nicht mal das Ei der glücklichen Nachbarhendln ging. Dann habe ich Wachteleier entdeckt.

Bei Hühnerei-Unverträglichkeit sucht man sich einfach einen anderen Vogel. Die Wachtel biedert sich da geradezu an. Sie punktet nicht mit dicken Eiern, aber essentiellen Aminosäuren (Methionin, Lysin, Phenolalanin u. a.), Vitamin A, B 1, B 2, Biotin, Folsäure, Enzymen. 15% weniger Cholesterin als ein Hühnerei hat so ein Wachtelding auch noch. Und Hip Hip Hurra, mein Körper mag sie. Kann ja praktisch wenig schiefgehen, wenn schon die gute alte Hildegard von Bingen sie als heilend einstufte. Zu eso? Na gut. Die TCM betrachtet sie als Qi-Tonikum. Und in einer dänischen Studie wurde 1987 die Wirkung auf Allergien (Heuschnupfen, Asthma, Dermatitis u.a.) untersucht. Bei 85 Prozent von 2000 Probanden wurde eine Verbesserung oder sogar Heilung verzeichnet. Wie viel die sich allerdings täglich so eingeworfen haben, ist mir unbekannt.

Die Heilerfolge interessieren Euch?

Ich bin auf folgendes Buch gestoßen: „Heilwirkung der Wachteleier: Die Heilerfolge des Uzejir Imsirovic“ (Sigried Hirsch/Verlag Freya).

Osterausbeute. Am besten färbt übrigens Kurkuma.

Alles gut? Nicht ganz. Denn erstens sind die kleinen Dinger schwer zu kriegen, zweitens teuer – um ein Hühnerei zu ersetzen braucht man ganze vier davon. Schließlich wiegen sie nur 10-12 Gramm, Hühnereier dagegen mindestens das fünffache. Im Supermarkt bezahlt man für 12 Stück gute 3,50 Euro. Damit hat man aber erst drei Hühnereier ersetzt. Und drittens ist die Haltung völlig ungeregelt. Die Tiere, die ca. 300 Eier pro Jahr legen, leben häufig in flachen Gitterkäfigen mit einer Größe von 80 x 40 cm ohne Nester, Rückzugsoptionen und Beschäftigungsmaterial. Den Rest recherchiere, wer sich das antun will. Will keiner. So viel ist sicher.

Den Wachtelei-Lieferanten gilt es gut auszuwählen

Informiert Euch bitte genau über die Haltungsbedingungen. Habe ich einen Tipp? Ja, ich bin bei Manuel Strassl gelandet. Der liebt seine Wachteln wie kein anderer! Das ist quasi amtlich, bestätigt durch Tierschutzorganisationen.Konnte ich Banausin wenig Unterschied feststellen. Etwas würziger schmecken sie vielleicht. Weich gekocht sind sie übrigens in zwei Minuten, hart in vier. Omeletts gelingen super. Habt ihr Wachteleier schon mal probiert? Und vertragt ihr sie?

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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

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