Ernährung / Mastzellen stabilisieren

Deine Benifuuki-Tee-Kur

Frau, die eine Benifuuki-Tee-Kur macht. Sie hält in einer Nahaufnahme eine kleine Tasse Grüntee in Händen.

Wie Du den Grüntee Benifuuki bei MCAS und Histaminproblemen so einsetzen kannst, dass du die besten Ergebnisse erzielst: Alles über die Benifuuki-Tee-Kur.

Warum der Benifuuki-Tee eine Geheimwaffe für austickende Mastzellen, Histaminreaktionen und Allergien ist, habe ich in diesem Artikel beschrieben. Heute geht es darum, wie eine Benifuuki-Tee-Kur aussehen kann. Denn Untersuchungen haben ergeben, dass die volle Wirkung erst einsetzt, wenn Du täglich über einen längeren Zeitraum auf 34 mg der Catechine EGCG3 kommst. Remember: Das sind die besonderen Polyphenole, die hochwirksam sind.

Dosis bei der Benifuuki-Tee-Kur: ab 1,7g Benifuuki-Pulver

So viel sollte ein erwachsener Mensch täglich zu sich nehmen. Bezogen ist das auf ein Körpergewicht von etwa 60-70 kg. Voraussetzung dabei ist, man nimmt Benifuuki Pulver von unteren, ausgereiften Blättern. Ey, und wie viel ist das nun? Etwas mehr als ein gestrichener Teelöffel. An dieser Stelle sei noch mal erwähnt: Für Schwangere und Kinder unter 12 ist Benifuuki ein No Go.

Worauf Du beim Kauf von
Benifuuki-Tee/Pulver achten solltest!

Am Besten greifst Du zu Tees und Pulvern aus unteren Blättern. Damit erhältst Du ausreichend Catechine, aber auch Gerbstoffe. Grüntee.com, eine meiner Quellen, für diesen Artikel, sagt dazu: „Da vor allem für späte Ernten auch untere Blätter verwendet werden, empfiehlt sich für die akute Anwendung und Vorbereitungskur ein Benifuuki Pulver und Tee Sanbancha (aus dritter Ernte) und möglichst nur kurz gedämpft (Asamushi).“ Die kriegst Du zb. bei Sunday als Pulver hier und als loser Tee hier. (Spartipp: Bei Instagram gibt es immer Sunday-5Prozent Influencer-Codes). Sehr qualitative Produkte hat auch Keiko. Diese Firma steht direkt mit der Forscherin Maeda Yamamoto in Verbindung. Auf der Seite gibt es auch noch einmal eine Infobroschüre zu Benifuuki.

Und die Dauer? Mindestens 4, ideal 12 Wochen Kur

Grüntee ist dummerweise kein Ibuprofen. Deshalb dauert das mit der Wirkung bei einer Benifuuki-Tee-Kur. Studien (alle unten verlinkt) zeigen, dass man etwa bei Heuschnupfen in 4-6 Wochen mit einer Besserung rechnen kann. Geht es aber um chronische Probleme, dann empfiehlt sich eine 12 Wochen Kur. Und zwar eine Kombi von dem Pulver und losem Blatttee. Eine Studie zeigte bei 75 Menschen mit leichter allergischer Rhinitis bei täglicher Gabe von 34 mg methylierter Catechine, dass die Augensymptome nach 4-12 Wochen zurückgingen, die der Nase nach 7-12. Beide signifikant.

Aufbewahrung von Benifuuki

Nach dem Öffnen der Packung sollte das Benifuuki-Pulver möglichst gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Tee hingegen, wie üblich, in einer dafür geeigneten Teedose luftdicht aufbewahren und nicht in den Kühlschrank stellen.

Gibt es noch was, das das Ganze unterstützt?

Yep. Und zwar hat die japanische Forscherin Maeda Yamamoto herausgefunden, dass Ingwerpulver oder Extrakt, das Ganze noch mal ordentlich toppt in der Wirkung. Also ab damit in den Tee, wenn Du es verträgst. Die Forschung hat auch hier bereits eine Bestätigung gebracht, in Form einer Doppelblindstudie mit Zedernpollen-Allergikern. Die kriegten 30 mg Inwerextrakt zum Benifuuki-Tee. Was zu deutlich besseren und schnelleren Erfolgen führte.

Anmerkung: Wenn Du Ingwer-Pulver verträgst, rühr bitte einen TL davon in den Teeaufguss. Du kannst ihn auch seperat in Wasser trinken. Laut Studien ergibt das schnellere und bessere Erfolge der Kur. Quelle: Grüntee.com/Maeda Yamamoto

Und die Nebenwirkungen?

Auch die wurden untersucht. Allerdings an gesunden Menschen. Da war das Ergebnis: Null Nebenwirkungen. Subjektiv sowieso nicht, aber auch nicht physiologisch, biochemisch oder hämatologisch und was die Immunantwort der peripheren Blutleukozyten betrifft. Dennoch weise ich noch mal darauf hin: Trinkt Benifuuki nicht nüchtern, die Catechine würden dann die Leber belasten. Und trinkt ihn bitte zügig, damit sich kein toxisches Pheophorid bildet. Also, ihr müsst ihn nicht runterschütten, aber bitteschön auch nicht trödeln, oder eine halbe Stunde neben dem Laptop vergessen. Wenn Du dennoch Bedenken hast, stimme Dich immer mit Deinem Arzt ab. Besser einmal mehr, als einmal weniger.

Kur heißt Kur – also bitte nicht auf Dauer trinken!

Auf Dauer solltest Du Benifuuki-Tee nicht täglich trinken. Es heißt ja nicht umsonst Kur. Denn er enthält nicht nur Catchine, sondern auch Gerbstoffe. Und beides zusammen belastet bei täglichem Konsum Deinen Körper. Die Leber schreit dann nicht unbedingt Hurra! Also: bleib bitte bei einer 4-12 wöchigen Kur.

Und was tue ich nach der Benifuuki-Tee-Kur?

Du kannst weiter einen Grüntee täglich als normalen Aufguss trinken, der methylierte Catechine enthält. Grüntee.com empfiehlt Benifuki Sanbancha, Benifuki Ichibancha und Yamakai Bancha in absteigender Reihenfolge ihrer Wirkintensität. Bist Du mit starken Symptomen geplagt, bitte greif also zu ersterem, bei mittelschweren zu zweiterem und wenn Du kaum noch Symptome hast, zum drittgenannten. Ziel ist es, mit der mildesten Form auszukommen.

Benifuuki spontan einsetzen

Wenn Du die Kur machst und Du brauchst spontan Hilfe, etwa weil Du Pollenallergiker:in bist, dann gibt es einen Trick. Du kannst den loosen Blatttee auf Vorrat machen und im Kühlschrank lagern. Bei Kühlung halten sich die Catechine im Wasser einige Tage. Tendenziell kriegst Du die meisten Catechine rein, wenn er über Nacht im Kühlschrank zieht. Trinken kannst Du ihn dann heiß oder kalt. Nur: Nicht nüchtern (sorry Wiederholungsschleife, ist aber wichtig, weil Leber belasten ist never ever eine gute Idee).

Hinweise: Die Infos zur Kur stammen von Benifuuki-Forscherinnen, allem voran Maeda Yamamoto von der Kyushi University. Diese Kur ersetzt keinen Gang zum Arzt. Bist Du unsicher, sprich vorab mit deinem Arzt.

Quellen (gruenertee.com):

  1. Maeda-Yamamoto, Mari, Kawahara H.,  et al.: „Effects of tea infusions of various varieties or different manufacturing types on inhibition of mouse mast cell activation“, Biosci Biotechnol Biochem, 1998, Nov 62(11), S. 2277-2279.
  2. Maeda-Yamamoto, Mari, Ema, K., et al.: „Epicatechin-3-O-(3″-O-methyl)-gallate Content in Various Tea Cultivars (Camellia sinensis L.) and Its in Vitro Inhibitory Effect on Histamine Release.“,  2012, J Agric Food Chem, 60, S.: 2165-2170.
  3. Maeda-Yamamoto, Mari; Sano, Mitsuaki, et al.: „The Change of Epigallocatechin-3-O-(3-O-methyl) gallate Content in Tea of Different Varieties, Tea Seasons of Crop and Processing Method“, Nippon Shokuhin Kagaku Kogaku Kaishi, Vol. 48 (2001) No. 1, 2001, S. 64-68.
  4. Maeda-Yamamoto, Mari; Nagai, Hiroshi; et al.: „Changes in Epigallocatechin-3-0- (3-0-methyl) Gallate and Strictinin Contents of Tea (Camellia sinensis L.) Cultivar ‚Benifuki‘ in Various Degrees of Maturity and Leaf Order“, Food Sci. Technol. Res., 10 (2), 2004, S. 186-190.
  5. Chu, D.-C. und Juneja, L.R., General Chemical Composition of Green Tea and its Infusion, in Chemistry and Applications of Green Tea, 1997, S. 14.
  6. Maeda-Yamamoto, Mari; Ema, K.; et al.: „Effect of green tea powder (Camellia sinensis L. cv. Benifuuki) particle size on O-methylated EGCG absorption in rats; The Kakegawa Study.“, Cytotechnology, 2011 Mar, 63(2), S. 171-179.
  7. Masuda, Sawako; Maeda-Yamamoto, Mari; et al.: „Benifuuki’ Green Tea Containing O-Methylated Catechin Reduces Symptoms of Japanese  Cedar Pollinosis: A Randomized, DoubleBlind, Placebo-Controlled Trial“, Allergology International, 2014, 63, S. 211-217.
  8. Maeda Yamamoto, Mari; Nagai, Hiroshi; et al.: „Effects and Safety of Consecutive Intake of Benifuuki Green Tea and Enhancement of the Effect by Ginger Extract in Subjects with Japanese Cedar-pollinosis“, NIPPON SHOKUHIN KOGYO GAKKAISHI 52(12), 2005, S. 584-593.
  9. Maeda-Yamamoto, Mari; Tachibana, Hirofumi; Sameshima, Yoichi; Kuriyama, Shinichi: „Green Tea (Cv. Benifuuki) Powder and Catechins Availability“; Tea in Health and Disease Prevention; edited by Preedy, R. Victor; Elsevier, 2013, S. 115-125.
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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

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