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Saibling trifft Margerite

Saibling umgeben von Blüten und Kräutern

Wie die Margariten zum Fisch fanden. Und warum ein Pesto aus Blüten und Kräutern wirklich das Beste aus einem frischen Saibling herausholt.

Wenn ich einen wirklich frischen Saibling ergattern kann, dann macht mich das für einen langen Moment wirklich glücklich. Weil mir kaum was besser schmeckt, als Fisch aus heimischen Gewässern. Wobei ich da entgegen meiner Art nicht besonders wählerisch bin. See, Fluss oder nachhaltige, biologische Fischzucht, ich bin dabei! Meine liebste Quelle ist Biofisch (unbezahlte Werbung). Um so ein Fischerl zuzubereiten, da braucht es doch sicher ziemlich fortgeschrittene Kochkünste? Ach wo. Das Gegenteil ist der Fall. In 25 Minuten bringst Du ohne viel Aufwand ein AIP-Gericht, das lektinfrei ist, auf den Tisch. Damit kann man sogar sehr pingelige Mütter beeindrucken. Und das will was heißen.

Was für’s Auge dazu? Bitteschön: Lila Knospen und Blüten

Wir machen uns also auf die Suche nach einem frischen Saibling und ebenso frischen Kräutern und Blüten. Schnittlauch samt seinen lila Knospen und Blüten bietet sich da geradezu an. Und dann noch ein wenig Estragon, Salbei, Zitronenthymian. Letzterer harmoniert wunderbar mit dem zarten Zitrusgeschmack des Saiblings. Dann kamen meiner lieben Freundin und Blütenverkochexpertin Andrea Knura (Gibt es sowas? Wenn nicht muss dieser Titel erfunden werden) noch Margeriten in den Sinn. „Margeriten?“, sage ich? „Im Ernst?“. „Klar“, sagt sie „Alle Teile der Margerite sind essbar, die Blüten oder Blütenknospen schmecken mild und leicht süßlich.“ Die Probe auf’s Exempel ergab: Sie hat recht. Wie eh immer.

Also Saibling mit Pesto (AIP Version) füllen, auf ein Backblech legen, salzen, Spargel dazu und bei 180 °C für ca. 15 Minuten ins vorgeheizte Backrohr. Diese Zeit nutzt man am besten, um sich über den Saibling ein paar Gedanken zu machen.

Der Saibling – ein Lachsfisch

Ja wirklich, der Saibling zählt zu den Lachsfischen. Sein Fleisch ist rosa, wie das des Lachses, wenn er auch äußerlich einer Forelle zum Verwechseln ähnlich sieht. Man unterscheidet außerdem den Bachsaibling und den Seesaibling. Wenn Du einen Saibling kauft, und enttäuscht bist, weil er kein rosafarbenes Fleisch hat, dann hat man Dir übrigens in der Regel keinen Fake angedreht. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich schlicht um einen Bachsaibling. Dessen Fleisch ist nämlich forellenähnlich, während der Seesaibling lachsrosa Fleisch hat. Wer auf rosa steht, greift also zum Seesaibling. Mit festem, sehr zartem, feinem Fleisch punkten beide.

Und wie gesund ist Saibling?

Gut, der Saibling ist ein bisserl fetter als ganz magere Seefischarten, aber schlanker nächste Verwandtschaft Forelle und Lachs. Wer’s genau wissen will: 100 Gramm Saibling enthalten:

Kalorien96
Eiweiß19 g
Fett2 g

Die Fettzusammensetzung ist mit 70 Prozent mehrfach ungesättigten Fettsäuren abgesehen davon wirklich gut. Etwa drei Gramm Omega-3-Fettsäuren stecken drin. Außerdem punktet der Saibling mit nennenswerten Mengen an Phosphor und Eisen, B-Vitaminen und Vitamin A.

Ofen-Saibling mit Kräutern

Ein ganz schnelles Saibling-Rezept, das sich gut saisonal adaptieren lässt und mit dem ihr auch Gäste beeindrucken könnt. Es gibt keine genauen Angaben für die Kräuter und Blüten. Das ist Absicht. Je nach Eurem Geschmack könnt ihr variieren und probieren. Seid dabei ruhig mutig, es kann nichts passieren, außer dass der Fisch mal mehr nach Thymian, mal mehr nach Salbei oder Rosamarin schmeckt!
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit15 Min.

Zutaten

  • 4 Saiblinge
  • Frühlingszwiebel
  • Knoblauch
  • Kräuter (Schnittlauch, Zitronenthymian, Salbei, Rosmarin)
  • Blüten (Schnittlauch, Margeriten)
  • Butter, Ghee oder Olivenöl (AIP-Version)
  • Salz
  • Zitrone
  • 250 Gramm grüner Spargel
  • 300 Gramm Süsskartoffeln

Anleitungen

  • Saiblinge waschen, mit Küchenrolle trocken tupfen.
  • Aus einem Teil der Kräutern, Blüten, Salz, Knoblauch und Olivenöl eine Paste, also ein Pesto machen und den Fisch damit innen würzen.
  • Frühlingszwiebel klein schneiden, Zitrone in Scheiben schneiden und den Fisch damit füllen.
  • Handwarme Butter, Ghee (AIP: Olivenöl), klein geschnittene Kräuter, Salz und nach Geschmack Knoblauch aufmixen. Zum Schluss Blütenblätter beigeben und kalt stellen.
  • Grünen Spargel klein schneiden und zum Fisch auf das Backblech geben. Fisch mit Öl beträufeln und bei 180 °C ins Backrohr (vorgeheizt) geben.
  • Wer gerne Süsskartoffeln dazu mag, kann diese in Weges schneiden und mitbraten.
  • Den gebratenen Fisch, Spargel und Süsskartoffeln mit der Kräuterbutter, Kräuterghee oder Pesto genießen.
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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

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