Rezepte / Suppen & Salate

Rote-Rüben-Suppe mit Topfennockerl

Rote-Rüben-Suppe

Es gibt Dinge in meinem Leben, die hätte ich nicht tun sollen. Saftfasten zum Beispiel. Und dabei täglich am Nachmittag ein Glaserl Rote Rüben (rote Beete) Saft verdrücken. Ich hab geglaubt, ich schlucke pure Erde. Dabei hätte ich wissen können, was auf mich zukommt. Denn die Roten und ich waren vorher schon nicht auf dulli. Auf Deutsch, die Liebe hielt sich in Grenzen. Aber dass mein Körper ihren Saft während des Fastens konsequent zum Speiben (erbrechen) fand, kam dann doch ein bisserl unerwartet. Dann passierte, was passieren musste. Jahrelang waren rote Rüben das einzige Gemüse, das ich verweigert habe. Glücklicherweise gab es kochtechnische Mediatoren, die das nicht glauben konnten, und mit mir an der Antipathie gearbeitet haben. Und das Wunder geschah: In Kombi mit Äpfeln und Karotten wurde mir die rote Rübe als Saft langsam wieder sympathisch. Und als ich sie dann in Form einer Rote-Rüben-Suppe mit Topfennockerl versucht habe, war es fast um mich geschehen.

𝐕𝐨𝐧 𝐁ä𝐡 𝐳𝐮 𝐌𝐦𝐦𝐡!

Warum ich sie nicht einfach weiter weggelassen habe? Naja, rote Rüben sind Nährstoffbomben. Sie liefern Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium und Eisen, Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und Folsäure. Wär schad, darauf zu verzichten. Und richtig zubereitet, können sie sich tatsächlich von bäh zu mmmh verwandeln. Barbapapaqualitäten sozusagen. Sie kann aber noch mehr: Schon im Mittelalter glaubte man etwa, Rote Beete sei wegen ihrer roten Farbe gut fürs Blut. Die Wissenschaft bestätigt das übrigens heute. Die Rote Rübe enthält reichlich Folsäure, die für die Bildung der roten Blutkörperchen verantwortlich ist. 200 Gramm decken 50 Prozent des Tagesbedarfs an Folsäure.

Perfekter Entgifter

Als heimisches Superfood regt die Rote Rübe übrigens auch die Leber und die Gallenblase an, wofür das enthaltene Betain verantwortlich ist. Gleichzeitig produziert die Leber selbst, dank dieser sekundären Pflanzenstoffe, mehr Entgiftungsenzyme. Und: In Kombination mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen werden potenzielle Giftstoffe zudem schneller aus dem Körper entfernt. Aber das ist nur ein angenehmer Nebeneffekt dieser Rote-Rüben-Suppe. Die Topfennockerl passen übrigens perfekt dazu. Ihr vertragt keine Milchprodukte? Dann könnt ihr veganen Topfen aus Kokosjoghurt herstellen. Einfach abtropfen lassen über Nacht. Sollte Euch was übrig bleiben, friert die gegarten Nockerl ein und genießt sie mit meinem zuckerfreien Zwetschgenröster.

Rote-Rüben-Suppe

Dieses Supperl (Süppchen) ist nahrhaft, schnell gemacht und gesund. Du kannst es übrigens auch easy AIP-adaptieren. Dafür lässt Du einfach Pippali weg und ersetzt Ghee durch Kokosöl.
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit20 Min.
Gericht: Suppe
Land & Region: Österreich
Keyword: AIP-adaptierbar, eifrei, getreidefrei, lektinfrei, pseudeogetreide-frei, vegetarisch

Zutaten

  • 50 g Ghee
  • 60 g Zwiebeln
  • 300 g Rote Rüben roh
  • 1/2 l Gemüsefond oder Knochenbrühe
  • 200 ml Kokosmilch
  • etwas Salz, Pippali, Verjus,
  • 1 Prise Zucker

Anleitungen

  • Ghee schmelzen, gehackte Zwiebeln anrösten,
  • kleingeschnittene Rote Rüben beigeben, andünsten
  • Mit Brühe aufgießen, weich kochen
  • Suppe mixen, Kokosmilch hinzufügen, würzen

Topfennockerl

Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit15 Min.
Gericht: Kleinigkeit
Land & Region: Österreich
Keyword: getreidefrei, glutenfrei, lektinfrei, nussfrei, vegetarisch

Zutaten

  • 250 g Topfen
  • 1 Hühner Ei oder 4 Wachteleier
  • ½ Bund Schnittlauch
  • ½ Bund Petersilie
  • 30 g Maniokmehl 
  • Salz, Muskatnuss 

Anleitungen

  • Kräuter fein hacken, Topfen und Ei vermischen
  • Mehl, Kräuter und Gewürze beigeben
  • Mit zwei Kaffeelöffeln kleine Nockerln formen
  • In kochendes Salzwasser einlegen, zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen – nicht kochen.
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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

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