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Klare Karpfensuppe

Klare Karpfensuppe in einem weißen Teller auf einem Holztisch mit grüner Garnitur

Ich habe es mit Karpfen. Als Waldviertlerin nicht verwunderbar. Bei uns daheim sind die österreichischen Karpfen zu Hause. Im Normalfall esse ich sie gern gegrillt, als Karpfensuppe oder lasse sie saunieren. Und nein, letzteres ist nicht der neueste absurde Küchen-Trend. Obwohl das durchaus funktionieren könnte und Zeit sparen würde. Aber das machen nicht einmal die Finnen, die bekanntlich spinnen. “Fischsauna” ist der Fachbegriff dafür, fangfrische Fische schonend zu dämpfen. Dabei erhalten sie ihre wertvollen Inhaltsstoffe am besten. Speziell bei Karpfen funktioniert das sehr gut. Aber auch bei Forellen, Lachsforellen, Bachforellen und Saiblingen. 1.200 Tonnen kommen jährlich bei uns auf den Markt, die sich je zur Hälfte auf Karpfen und Forellenartige aufteilen. 8,5 Kilo essen wir mittlerweile pro Mann, Frau, Nase und Jahr. Wie kommt das? Sie sind frisch, haben kurze Transportwege. Und Meeresfische und Importe stehen sowieso in der Kritik – nicht nur wegen der Quecksilberbelastung. Im Übrigen ernähren sich die heimischen Fische naturnah und verschiedene Arten bilden eine vielfältige Teichgemeinschaft aus Karpfen, Stören, Amuren und Schleien sowie Raubfischen wie Hechten, Welsen und Zandern. Doch zurück zum Karpfen.

Aber der Karpfen grundelt doch?

Das Grundeln? Sprich der schlammige Geschmack, den man dem Karpfen gern zuschreibt? Ist längt passé. Heute verbringt der Karpfen nach der Teichzeit noch zwei Wochen in Frischwasser. Davor ernährt er sich etwa in der Steiermark von  Plankton und Insekten, Gerste und Ölkuchen – das ist der Presskuchen von der Kernölherstellung. Doch zurück zur Fischsauna: Du magst keinen gedämpften Fisch, hättest aber doch irgendwie gern ein Rezept, das verträglich ist? Wie gefällt Dir die Idee, eine Karpfensuppe mit viel Wurzelgemüse zu genießen? Noch immer zu viel chi-chi? Dann empfehle ich Dir eine klare Suppe, das ist auch eine ideale Fastenspeise. Viel zu fett? Das täuscht. Mit 12 Prozent weist der Karpfen nämlich einen ähnlichen Fettgehalt auf wie Lachsforellen. Wie kommt man zu den Karkassen, die es braucht? Einfach den Fischhändler fragen. Der ist in der Regel glücklich, wenn sie ihm jemand abnimmt.

Klare Karpfensuppe in einem weißen Teller auf einem Holztisch mit grüner Garnitur

Klare Karpfensuppe

Alexandra
Rezepte für Fastensuppen gibt es viele – von klaren Gemüsebrühen bis zu Suppen mit reichlich Gemüseeinlagen. Diese klare Karpfensuppe ist mein absoluter Favorit. Der Karpfen hat nur 12 Prozent Fett und eignet sich daher ideal.
Vorbereitungszeit 5 Min.
Zubereitungszeit 1 Std.
Gericht Suppe
Land & Region Österreich

Zutaten
  

  • 400 g Karpfenkarkassen
  • 1 Stück Karpfenfilet
  • 50 g Lauch
  • 2 Zwiebeln
  • 0,2 Liter Weisswein bei AIP weglassen
  • 8 Pfefferkörner bei AIP weglassen
  • 1 Loorbeerblatt
  • 80 g Stangensellerie
  • 80 g Kartoffeln bei AIP durch Pastinake ersetzen

Anleitungen
 

  • Alle Zutaten, außer dem Filet, mit Kaltem Wasser ansetzen und langsam zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und ca. 1 Stunde köcheln lassen. Das Filet in kleine Stücke schneiden und kurz darin ziehen lassen und danach die Fischkarkassen aus der Fischsuppe entfernen.
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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

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