Suppen & Salate

Granatapfel-Reis-Salat im Xmas-Look

Weihnachtlicher Granatapfel-Reis-Salat in Gläsern. Im Hintergrund eine goldene Kugel.

„Andrea“ , sag ich, „mach mal was aus Weihnachtsbrimborium wie Nüssen, Zimt und Honig, aber nicht in Keksform. So was, das im Weihnachtsmenü als Vorspeise geht. Das jeder schafft. Das trotzdem unglaublich was hermacht. Und bitte mastzellstabilisierend, glutenfrei und vegan, wenn’s leicht geht.“ Nicht machbar? Also bitte, es gibt Menschen, die solche Herausforderungen brauchen, wie das Ein- und Ausatmen. Freundin A. gehört dazu. Deshalb stelle ich ihr in unser aller Sinne ab und an eine! Aber: ich muss künftig am Level arbeiten. Weil, wenn die Gute für so was nicht länger als etwas über eine Stunde braucht, dann war das definitiv unter ihrem Niveau! Geh bitte, jetzt sag endlich, was wurde es? Ein Granatapfel-Reis-Salat. Oder wie ich sage:

𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐌𝐞𝐥𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐚𝐮𝐬 𝐊ü𝐫𝐛𝐢𝐬, 𝐑𝐞𝐢𝐬 𝐮𝐧𝐝 𝐆𝐫𝐚𝐧𝐚𝐭𝐚𝐩𝐟𝐞𝐥 𝐦𝐢𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐇𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐌𝐚𝐧𝐝𝐞𝐥

Wer die bessere Verkäuferin ist, wär damit auch klar! Das Rezept für den Granatapfel-Reis-Salat ist schon fast peinlich genial. Ich habe lediglich ein paar Adaptionen vorgenommen, um die Sache möglichst histaminfrei zu halten. Statt Rotweinessig, gibt es in meiner Version Verjus. Ich verwende weiße Zwiebel statt roter. Und statt schwarzem Pfeffer, den mastzellenstabilisierenden Pippali (Langpfeffer). Die Nüsse habe ich durch blanchierte Mandeln ersetzt.

Die Sache mit dem Arsen

Aja eines noch: Es empfiehlt sich Reis aus heimischen Gefilden zu verwenden. Wegen Arsen und so. Nicht nur für chronisch Kranke übrigens ein Thema. Die Belastung mit Arsen gilt in vielen Ländern Südostasiens definitiv als die größte Vergiftungswelle der Menschheitsgeschichte. Die WHO geht davon aus, dass weltweit rund 150 Millionen Menschen von Grundwasser mit gesundheitsschädlicher Arsenbelastung abhängig sind. Und wie kommt das Arsen in den Reis? Durch den ertragreichen Nassreisbau. Hierzulande übt man sich im Trockenreisanbau. Und da kommt durchaus respektables raus. Ein Beispiel dafür ist der Österreis (unbezahlte Werbung). Übrigens hat die AK fünf lokale Reisalternativen getestet. Die enthielten so wenig anorganische Arsen, das dieses gar nicht bestimmbar war. Bleibt die Frage: Was genau ist an dem Ding jetzt mastzellenstabilisierend? Na die Granatapfelkerne. Hab ich von Anni gelernt.

Zu wenig Protein? Getrocknete Knusperdronen

Ich hätte da eine ganz spezielle Idee, den Salat mit mehr Protein anzureichern. Die Veganer hören jetzt allerdings bitte ganz schnell weg. Mein Tipp wäre: Getrocknete Knusperdronen (unbezahlte Werbung) unter den Salat geben. Der Geschmack erinnert stark an Pistazien. Was kriegt ihr damit? Viele mehrfach ungesättigten Fettsäuren und hochwertigen Proteine, die richtig gut zu Reis- oder Salatgerichten passen. Und nein, durch die Entnahme von Drohnen wird ganz sicher nicht zum Bienensterben beigetragen, da diese ohnehin von den Bienen in den Sommermonaten im Überschuss produziert werden. Und hey, Insektenprotein ist das Protein der Zukunft . . . Warum wir uns damit übrigens so schwer tun, kannst du hier nachlesen.

Granatapfel-Reis-Salat mit Kürbis und Mandeln

Geht als perfekte weihnachtliche Vorspeise vermutlich in die histaminarme, glutenfreie, mastzellenstabilierende Geschichte ein. Wer kein Histaminproblem hat, kann statt Verjus Rotweinessig nehmen, statt der weißen Zwiebel eine rote, statt Pippali schwarzen Pfeffer.
Zubereitungszeit40 Min.
Gericht: Salat
Keyword: eifrei, getreidefrei, glutenfrei, nussfrei, saisonal

Zutaten

  • 1 kg Butternusskürbis
  • Olivenöl
  • 3 EL Kreuzkümmelsamen
  • 300 g Reis
  • 100 g Rosinen ungeschwefelt (wenn die histaminmäßig nicht gehen, probiert Cranberrys)
  • 100 g blanchierte Mandeln
  • 100 g Petersilie
  • 2 weiße Zwiebeln
  • Apfelsaft (wer histaminmäßig kann, gern Orangensaft)
  • 3 TL Zimt gemahlen
  • 5 EL fruchtiger Verjus (wer histaminmäßig kann, gern Rotweinessig)
  • 4 EL Honig
  • 1 Granatapfel (Kerne)
  • Salz, gemahlener Pippalipfeffer (wer histaminmäßig kann, gern schwarzer Pfeffer), Meersalzflocken

Anleitungen

  • Backofen auf 220 °C (Umluft 200 °C) vorheizen.
  • Butternusskürbis schälen, in kleine Würfel schneiden und auf einem Backblech mit Backpapier legen. Mit Olivenöl beträufeln. Kreuzkümmel darüber streuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Gut durchmischen und 40 bis 45 Minuten im Ofen rösten. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.
  • Reis waschen, bis er klar ist, kochen (lektinfrei im Druckkochtopf/Instantpot) und auskühlen lassen.
  • Rosinen, klein gehackte Mandeln, Petersilie und Zwiebel in einer großen Schüssel vermischen. Mit Apfelsaft, Zimt, Olivenöl, Verjus, Honig, Salz und Pfeffer gut verrühren.
  • Abgekühlte Kürbiswürfel und Granatapfelkerne vorsichtig unter den Salat heben.
  • In Gläser füllen. Mit etwas Petersilie garnieren.
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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

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