Brot & Brötchen / Rezepte

Landbrot

Glutenfreies Brot. Damit bin ich nicht aufgewachsen. Roggenbrot mit Butter und Salz war oft meine Jause. Dann hieß es „kein Gluten“ mehr. Ärztlicher Rat, nachdem die Antikörper irgendwo im Nirgendwo waren.

Oh mein Gott. Unser tägliches Brot gib uns heute. Steht schon in der Bibel. Allerdings gibt es einen Übersetzungsfehler – es heißt nämlich eigentlich „Unser täglich Mahl gib uns heute“. Gut, wir haben uns getrennt, das Brot und ich. Glutenfreies Brot? Geht mir schlecht runter. Wenn du ein Sauerteigbrot mit viel Teigruhe gewohnt bist, vergiss Schär und Co. Meine eigenen Backversuche waren geht so. Ich habe selbst kreierte AIP Brötchen gebacken, ich habe Danielle Walkers Blender Bread gebacken und zig andere. Die alle „Irgendwie nach Kuchen schmeckten“, wie C. es auf den Punkt brachte. Also hab ich es gelassen. Bis ich auf Maniokmehl gestoßen bin und ein Rezept von ruut ausprobiert habe (Werbung ohne Bezahlung). Was soll ich sagen? Alle heiligen Zeiten mal – wie grade – backe ich es und freue mich dann wie ein Schneekönigin. Es hat schöne Poren und schmeckt wie echtes Brot. Zum Frühstück kommt nichts anderes ran. Naja, vielleicht die Cookies. Zugegeben! Habt ihr gute glutenfreie Brotrezepte?

Paleo Landbrot

Mein liebstes, einfachstes, glutenfreies Brot mit super Kruste und schönen Poren. Schmeckt tatsächlich nach Brot und nicht nach Kuchen, wie die meisten glutenfreien Brote. Und ist relativ wenig Aufwand. Die Grundlage ist Maniokmehl.
Vorbereitungszeit30 Min.
Zubereitungszeit50 Min.
Gericht: Brot
Keyword: eifrei, glutenfrei, hühnerei-frei, milchfrei
Portionen: 1 Kilo
Autor: Alexandra

Equipment

  • Ofenfeste Form mit mindestens 28 cm Durchmesser

Zutaten

  • 475 ml lauwarmes Wasser (45°C.)
  • 18 g Trockenhefe
  • 2 TL Honig
  • 460-500 g Manjokmehl
  • 65 g Stärke (ich habe Tapioka genommen) für mich am verträglichsten
  • 3 EL gemahlene Flohsamenschalen
  • 8 g Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • 12 Stück Wachteleier bei Verträglichkeit 3 Hühnereier

Anleitungen

  • Wasser, Hefe und Honig in einer Schüssel verrühren. Ca. 15 Minuten stehenlassen. 160 g des Mehls, Tapioka, Flohsamen und Salz vermengen, zur Hefemischung geben und verrühren. Eier und Öl dazu, glattrühren.
  • Restliches Mehl in den Teig kneten, zu einem Laib formen, mit einem Tuch bedecken und 120 Minuten gehen lassen.
  • Den Ofen mit einem ofenfesten Topf von minimum 28 Zentimeterauf 230° C. vorheizen. Die Oberfläche des Brots mit einem Messerleichteinschneiden. Den vorgeheizten Topf mittig über den Laib geben und im Ofen für 25 Minuten backen. Entfernen und 25 Minuten weiter backen. Ganz auskühlen lassen.

Notizen

Bitte denkt daran, dass das Brot 120 Minuten Gehzeit braucht.


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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

5 Comments

  • Karin
    26. November 2020 at 15:22

    Hallo, eine kleine Frage: wozu dient der Topf? Kann ich den auch mit irgendetwas anderem ersetzen?
    Danke im Voraus
    Karin

    Reply
    • Alexandra
      29. November 2020 at 8:24

      Guten Morgen, Du kannst das Gericht in jedem Topf machen. Nur dauert es länger, eventuell brauchst Du etwas weniger Wasser. Und Du musst à ufpassen, dass es nicht anbrennt. Der Instantpot ist ein Druckkochtopf. Das Kochen damit geht schneller und die Lektine in Gemüse, Kartoffeln etc. werden abgetötet (Mehr darüber im Beitrag „Lieber ohne Lektine).

      Reply
    • Alexandra
      7. Dezember 2020 at 12:01

      Du kannst es ohne versuchen! Mit dem Topf wird die Kruste ganz besonders knusprig und man braucht beim Brot backen keinen Dampf erzeugen, da der Topf den Dampf „automatisch“ erzeugt. Du kannst den Topf gern mir jeder ofenfesten Form ersetzen. Wenn Du es ganz ohne probierst, dann lass mich wissen, wie es geworden ist!

      Reply
  • Claudia
    5. April 2021 at 9:01

    Da steht eifrei und es sind dennoch Eier drin. Wie kann ich die ersetzen, wenn ich kein Eiersatz hier habe und Leinsamengel bei mir das Gebackene einfach völlig ungenießbar zäh macht?

    Reply
    • Alexandra
      14. April 2021 at 20:57

      Liebe Claudia,
      Das war ein Fauxpas meinerseits, hätte Hühnereifrei heißen sollen. Verträgst Du denn Wachtelei? Wachteleier sind häufig verträglich, ich vertrage kein Hühnerei, Wachtelei aber ohne Problem. Ich kenne viele, bei denen das auch so ist. Apfelmus fiele mir noch ein. Aber das müsste man versuchen. Es sind ja doch einige Eier zu ersetzen.

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