Hauptgerichte

Antipasti-Lasagne

Ein Teller voll mit glutenfreie Antipasti Lasagne mit Tomatensauce.

Gute Freunde sind in jeder Lebenslage ein Segen. Wenn Du ernährungstechnisch überall anrennst, weil Du dies und das nicht essen kannst oder gar willst, trennt sich die Spreu vom Weizen. Eindeutig Weizen (den ich natürlich nicht mehr esse), ist meine liebe Freundin Andrea Knura. Die zaubert eh schon immer Rezepte, aus ihrer Geschichte heraus. Und zwar solche, die echt richtig richtig gut sind. Wenn ich ihr sage, glutenhaltiges Mehl ist raus, Nüsse sind raus, Hühnereier sind raus. Dann bastelt sie einfach eine glutenfreie Antipasti-Lasagne, die ihresgleichen sucht. Und ich darf Euch damit beglücken! Was ihr spezielles dazu braucht, ist Buchweizen- und Maniokmehl.

Buchweizen: traditionell italienisch & gefäßschützend

Persönlich liebe ich ja Italien mittlerweile über alles. Bedingt durch einen italophilen Mann bin ich von meiner einstigen Meinung abgerückt. Statt an Mafiosi, gegelte Muttersöhnchenhaare und Machismo denke ich heute an herrliche Pasta (glutenfrei ist quasi Italiens zweiter Vorname), wunderbares Meer und meinen Seelenort in Ligurien. Jetzt rutscht aber halt auch die glutenfreie Pasta gern auf die Hüften. Das tut diese glutenfreie Antipasti-Lasagne mit Crepes aus Buchweizen- und Maniokmehl dagegen nicht. Schon alleine dafür liebe ich sie. Im italienischen Raum werden aus Buchweizenmehl (grano saraceno) übrigens verschiedene Teigwaren (Pizzoccherie) hergestellt. Womit sich der Kreis wieder schließt. Und Buchweizen ist natürlich keine Weizenart, sondern ist die Frucht einer Knöterichpflanze. Bei der übrigens im Tierversuch nachgewiesen werden konnte, dass die Blutzuckerwerte nach der Gabe sanken. Zudem enthält Buchweizen Rutin, eine Substanz, die nachweislich blutdrucksenkend und gefäßschützend wirkt.

Maniok: Eine Vitamin C-Bombe

Und dann ist noch das aus der südamerikanischen Maniokwurzel gewonnene Maniokmehl dabei, eine wahre Vitamin-C Bombe: 100 Gramm enthalten ganze 30 Milligramm. Außerdem punktet es mit Vitamin K, das für die Blutgerinnung des Körpers verantwortlich ist, Kalium, das den Blutdruck reguliert und B-Vitamine, die der Erschöpfung vorbeugen, und den Blutstoffwechsel unterstützen. Aber ich propagiere doch regionale und saisonale Nahrungsmittel? Stimmt. Bei Mehlen mache ich Ausnahmen, weil gute glutenfreie Mehle wie Maniokmehl leider nicht an jeder Straßenecke wachsen.

Doch zum Rezept:

Glutenfreie Antipasti-Lasagne

Italienische Küche abseits von Pasta und Pizza mit kleinen Crepes aus zwei glutenfreien Mehlen: Buchweizenmehl und Maniokmehl. Dazu kommen italienische Kräuter, eine Ladung Antipasti-Gemüse aus Tomaten, Zucchini, Paprika und Auberginen sowie Wurzelgemüse in der Tomatensauce.
Portionen 2

Zutaten

  • 100 Gramm Buchweizenmehl
  • 100 Gramm Manjokmehl
  • 300 ml Pflanzenmilch
  • 8 Stück Wachteleier    bei Verträglichkeit zwei Hühnereier
  • Salz, Pfeffer, Frische Kräuter (Rosmarin, Petersilie, Thymian, Salbei)
  • 30 ml Kokosöl oder Ghee zum Braten
  • je 100 Gramm Zucchini in Scheiben, Auberginen in Scheiben, Paprika in groben Stücken, Austernpilze 100g           
  • 2 Stück rote Zwiebeln, fein gewürfelt         
  • 500 Gramm frische reife Tomaten, gewürfelt           
  • 1 Zwiebel
  • 80 Gramm Wurzelgemüse fein gewürfelt
  • Basilikum, Salz, Zucker, Pfeffer,italienische Kräuter
  • Olivenöl, Balsamicoessig, Knoblauch, italienische Kräuter, Salz, Pfeffer

Anleitungen

  • Crepes: Das Mehl und den gemahlenen Buchweizen mischen und mit der Milch glatt rühren. Die Eier zugeben und mit den gehackten Kräutern unterrühren, so dass ein glatter Pfannkuchenteig entsteht. Mit  Salz und Muskat abschmecken und 10 Minuten quellen lassen. In einer Pfanne kleine Crepes mit ca. 8 cm Durchmesser ausbacken.
  • Antipastigemüse: Das Gemüse nach und nach in einer Pfanne in Olivenöl scharf anbraten. Die roten Zwiebeln und den Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, mit dem Balsamicoessig ablöschen und etwa 5 Minuten einkochen lassen. Die Marinade mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Nun die geschnittenen italienischen Kräuter (Basilikum, Rosmarin, Salbei, Oregano, Thymian) zur Marinade geben und das Gemüse darin ca. ½ Stunde durchziehen lassen.
  • Tomatensauce: Die Zwiebeln und das Wurzelgemüse in Olivenöl anschwitzen. Die geschnittenen Tomaten zugeben,  mit anbraten und mit etwas Rotwein ablöschen. Die Soße mit Salz, Zucker, Pfeffer und getrockneten Kräutern würzen und ca. 30 Minuten leicht köcheln lassen. Den fein geschnittenen Basilikum zugeben und die Soßenochmals abschmecken.
     
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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

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