Persönliches / Seelenfutter

Ich habe einen Beziehungs-Workshop besucht!

Beziehungsworkshop. Hätte mir das vor zehn Jahren jemand gesagt, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Ich bin nämlich richtig gut in Beziehungen. Richtig gut.

Ich kenne Details über die Menschen, die ich mag, ich schätze sie, ich zeige ihnen diese Wertschätzung und Liebe täglich. Genau. Dummerweise habe ich aber selbst lange nicht zu diesen Menschen gehört. Mit sich selbst gut in Beziehung zu sein, ist nämlich noch mal eine völlig andere Liga. Und zu geben, bis man irgendwann mal erschöpft umfällt. Das hat in Echt auch nichts damit zu tun, gut in Beziehung mit anderen oder gar mit sich selbst zu sein. Dass irgendwas schief läuft bei mir, war mir schon lange klar. Ich konnte es nur nicht in Worte fassen. Bis ich dann auf meiner Suche nach dem heiligen Gral zufällig auf Dirk Meints traf. Dirk ist Achtsamkeitslehrer, aber nicht irgendeiner, der auf diesen Zug zufällig aufgesprungen ist. Er stellt Fragen, die mich im Innersten berühren. Eine davon ist. „Wie gelingt Selbstachtung – und was braucht es in Kommunikation, damit wir den anderen sehen und auch von ihm gesehen werden?“, eine andere: „Wie kann ich meine Grenzen gut schützen?“

Ungeliebte Gefühle integrieren

Ein Mosaiksteinchen, das dabei hilft, ist, ungeliebte Gefühle zu integrieren. Ich beispielsweise hatte eine sehr temperamentvolle Mama und habe Gefühlsausbrüche in meiner Kindheit immer negativ erlebt. Wut kann ein konstruktives Gefühl sein? Never ever. Wutausbrüche hatte ich dennoch immer wieder, obwohl ich sie nicht fühlen wollte.“ Doch was passiert, wenn ich bestimmte Gefühle unterdrücke und vor ihnen weglaufe? „Sie haben dann die Tendenz so groß zu werden, dass ich manchmal nur noch aus Angst oder eben Wut bestehe“, sagt Dirk. Es gibt eine sehr klare Übung dazu. Einfach in einem Raum auf und abgehen, und verschiedene Gefühle darstellen. Traurigkeit, Freude, Wut, Enttäuschung. Was macht das mit Dir? Ich lasse bei Traurigkeit automatisch die Schultern hängen und sehe zu Boden, bei Wut hingegen richtet sich mein ganzer Körper auf, wird stark und fokussiert, nach vorn gerichtet. Im Beziehungsworkshop habe erstmals erfahren, wie positiv dieses Gefühl auch sein kann und dass ich diese Kraft im richtigen Augenblick gut nutzen kann. Wohlgemerkt, wir reden hier nicht von blinder Wut.

Wie überall braucht es Mut

Dirk sagt dazu: „Habe ich den Mut meine schwierigen Gefühle zu fühlen und sein zu lassen, werden sie zu einer wichtigen Ressource. Dann wird es möglich zu erkennen, was mir jedes Gefühl sagen möchte. Die Wut will mir sagen, dass meine Grenze verletzt wurde und will, dass ich sie schütze. Kann ich diese Botschaft gleich richtig verstehen, kann ich mich angemessen schützen. Dann muss die Wut nicht groß werden. Ich muss dann mein Gegenüber auch nicht verletzen – es reicht eine Grenze zu setzen.“ Das war mein Wort zum Ostermontag. Wer mehr darüber erfahren will, dem lege ich den Beitrag darüber in Dirks Blog ans Herz. Was ich über gutes Grenzen-Wahren in Konflikten gelernt habe, könnt ihr hier nachlesen.

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Journalistin, Hashimoto-Hero, Kochwunderwaffe, Achtsamkeits-Anfängerin

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